Donnerstag, 7. Januar 2016

Mobbing

Part 1 

Es hat in der Hauptschule angefangen. Ich gehörte nicht gerade zu den beliebten Schülern. Im Gegenteil. Ich hatte Pickel, eine Zahnspange, dunkelblonde Haare die sich immer gekräuselt haben und trug auch nicht gerade Markenklamotten. Auf Partys ging ich auch nicht, rauchte nicht und war eher der schüchterne Typ. Zu meinen Freunden gehörten die anderen "Außenseiter." Wir hingen in den Pausen zusammen rum und waren füreinander da. Doch das half alles nicht wirklich viel, als Alper, ein Mitschüler begann mich zu hänseln. Es hat relativ "harmlos", so nennen es zumindest andere, angefangen. Er zog mir im Flur die Hose runter und rannte weg. War für mich schon die absolute Hölle, doch das sahen alle als übertrieben an. Mir war es peinlich, sehr peinlich. Alle lachten mich aus, die dabei waren. Denn nicht nur er mobbte mich, auch andere fingen hin und wieder an, mitzumachen. 
Es ging weiter. Natürlich. Ich war das perfekte Opfer. Ich machte mich durch mein Verhalten selbst dazu. Er mobbte mich weiter, indem er mich beleidigte und mir Streiche spielte. Jeden verdammten Tag! Mich vor den anderen bloßzustellen war seine absolute Lieblingsbeschäftigung. Es gab immer irgendwas, womit er mich fertig machen konnte. Wieso eigentlich ich? Nur weil ich nicht so war wie alle anderen?
 Nach der Schule lag ich oft in meinem Bett auf dem Bett und weinte, weinte, weil es einfach nicht aufhören wollte, weil niemand mir helfen konnte. Die Lehrer taten nichts dagegen, schauten einfach nur weg. Irgendwann dachte ich schon ich sei selbst Schuld an dem Mobbing, was nur dafür sorgte, das es mir noch schlimmer ging. Alper pinkelte sogar einmal in meine Flasche (ich trank Gott sei Dank nicht davon) woraufhin ich diesmal zur Direktorin ging. Er wurde von der Schule verwiesen, da er schon zuvor noch viele andere Dinge angestellt hat. Danach hassten mich viele. War mein Verhalten falsch? Ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte. Wusste mich nicht anders zu wehren. Die Schulzeit war einfach die Hölle. Eine Erleichterung, als diese endlich endete. 

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